Der frühere Mainzer Oberbürgermeister, passionierte Schachspieler und Träger des Ehrenpreises des Schachbundes Rheinland-Pfalz, Jens Beutel, ist tot.

Der frühere Mainzer Oberbürgermeister, passionierte Schachspieler und Träger des Ehrenpreises des Schachbundes Rheinland-Pfalz, Jens Beutel, ist tot.

Sein Wirken in vielen Bereichen bleibt unvergessen. Jens Beutel hat sich beinahe über vier Jahrzehnte hinweg mit Leib und Seele in das schachliche, öffentliche und politische Leben, nicht nur in seiner Wahlheimat Mainz, eingebracht. Wir danken ihm für seine bleibenden Verdienste und blicken mit großem Respekt auf seine Lebensleistung. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau, der ganzen Familie und allen Freunden. In Memorandum rufen wir die Erinnerung der Verleihung des Ehrenpreises des Schachbundes Rheinland-Pfalz e.V. im Jahr 2006 – Der Oberbürgermeister von Mainz, Jens Beutel, und der Verbandsbürgermeister von Altenkirchen, Heinz-Joachim (Heijo) Höfer, wurden in den historischen Mauern des Proviant-Magazins in Mainz für ihre mannigfaltigen Verdienste um den Schachsport mit dem Ehrenpreis des SBRP ausgezeichnet [Bild]. Mit 13 Jahren als Autodidakt Schach erlernt – Oberliga-Spieler von beachtlicher Spielstärke, Mainzer Stadtmeister – zweimaliger Sieger des Politiker Schachturniers Berlin, weitere schachliche Erfolge – erfolgreicher Jurist seit 1997 – Erster Bürger der Landeshauptstadt Mainz, Inhaber zahlreicher Ehrenämter. In einer denkwürdigen Blitzpartie [Bild], begleitet vom Zitat des Eugen Roth „Ein Mensch sitzt da, ein schläfrig trüber, ein andrer döst ihm gegenüber, sie reden nichts, sie sitzen stumm. Mein Gott denkst du, sind die zwei dumm. Der ein brummt, wie nebenbei, ganz langsam Turm a sechs – a zwei. Der andre wird allmählich wach und knurrt, Turm e drei – d drei – Schach! Der erste, weiter nicht erregt, starrt vor sich hin und überlegt. Dann plötzlich vor erstaunen platt, seufzt er ein einzig Wörtlein:matt! Und die du hieltst für niedre Geister – erkennst du jetzt als hohe Meister“. Nun, ganz so schläfrig ging es seinerzeit bei der Blitzpartie nicht zu und matt wurde auch keiner. Nach spannendem Verlauf einigte man sich in freundschaftlicher Verbundenheit auf ein Remis.

– Achim Schmitt, Präsident Schachbund Rheinland-Pfalz e.V.